Und da laufe ich nun mit ihm an meiner Seite, entlang der Wuhle, vorbei am Peaceberg auf dem wir einen romantischen Stop einlegen. Weiter an unserer ehemaligen Schule, der Ernst-Haeckel OS vorbei an der wir erfolgreich unser Abitur abgeschlossen haben. Angekommen in der Marzahner Promenade - ein weiterer Stop!
Kann nicht genug kriegen von seinen Küssen, seinen Berührungen und seinem Parfum. Unsere Profile erscheinen im hellen Sommerlicht durch einen Kirschblütenbaum.Vor Liebesglück - getroffen in Marzahn-Hellersdorf - könnte ich die ganze Welt umarmen. Glückseligkeit steht in unseren Gesichtern geschrieben und das in einem von Vorurteilen geprägten Bezirk. Whatever… Und so verbinde ich nicht nur meine Vergangenheit mit Marzahn-Hellersdorf, denn ich kann auch erwartungsvoll der Zukunft entgegenblicken.
Melanie Mende
Begegnung
Ich gehe durch die Straßen, der Wind bläst mir ins Gesicht. Gestern war ein schöner sonniger Tag, heute ist es kalt und ungemütlich. Ich will schnell nach Hause in mein warmes Zimmer.
Da kommt mir eine kleine Katze entgegen. Sie schmiegt sich an meine Beine, sucht Wärme und Geborgenheit. Als ich mich zu ihr beuge und sie streichle, schnurrt sie zufrieden. Weit und breit ist niemand zu sehen. Ist die kleine Katze auch so einsam und allein, wie ich es bin? Ich nehme sie mit nach Hause. Morgen werde ich Zettel an die Bäume heften. „ Wer vermisst eine kleine schwarze Katze?“
Hoffentlich meldet sich keiner.
Marianne Marquardt
Schreibwerkstatt Marzahn im Griff(el)
Endlich Frühling. Die Sonne meint es gut und es ist herrlich warm. Überall blühen Tulpen, Narzissen, Osterglocken. Die Menschen gehen entspannt spazieren – keine Hektik, Ruhe pur. Auch ich bin mit meiner Tochter an der Wuhle unterwegs, um das herrliche Wetter zu genießen.
Zwei Jugendliche kommen uns entgegen. Sie unterhalten sich angeregt. Sie sind dunkel – nach Rapper-Art - gekleidet, einer hat sich die Kapuze über den Kopf gezogen. Beide tragen jeweils ein kleines Kind auf dem Arm. Die Kinder sind höchstens ½ Jahr alt, sitzen zufrieden auf Papas Arm und schauen offen in die Welt. Völlig perplex staune ich die Gruppe an. Dunkle Kleidung, Kapuze auf dem Kopf – beängstigend. Kleine Kinder, sichtlich zufrieden und geborgen – Harmonie pur. Meine Gefühle fahren Achterbahn.
Die jungen Leute laufen an uns vorbei. Einer bemerkt meinen verblüfften Blick und macht den anderen darauf aufmerksam. „Cool, was?“ ruft der andere im Vorbeigehen. „Ja, cool. Echt cool sogar“, platzt es aus mir heraus. Und schon folgen zwei junge Frauen mit leeren Kinderwagen, ebenfalls in ein angeregtes Gespräch vertieft.
CaMo
Den Koffer warf sie in die Ecke. Hanna war wütend, ihre Geduld am Ende. Tränen rannen ihr über die Wangen. Das sollte der Urlaub auf Rhodos gewesen sein! Seit zwei Jahren kannte sie Wolfgang, besser: Sie glaubte, ihn zu kennen. Diese Reise in den Süden sollte für beide etwas Besonderes werden.
Wie oft hatte sie ihm vorgeschwärmt, wie schön es wäre, am Strand spazieren zu gehen, abends in den Tavernen bei Wein und Musik zu sitzen. Jetzt wusste sie nicht, ob sie ihn wiedersehen wollte. Hanna dachte an die Ausflüge ins Umland Berlins, die Theaterbesuche und die gemütlichen Abende zurück. Alles war wunderschön gewesen! Jeder hatte seine Wohnung behalten, schließlich waren sie beide siebzig Jahre alt und wollten ihr eigenes Heim nicht aufgeben. Voll Sehnsucht spürte sie seine zärtlichen Hände an ihrem Körper. Wie oft war sie in seinen Armen eingeschlafen! Jetzt war alles anders. Am dritten Urlaubsmorgen wollte er schon nicht mehr mit ihr frühstücken. Angeblich wollte er ausschlafen. Ein eigenes Programm, diese Worte hatten sie am meisten entsetzt. Abends war er schnell ermüdet. Hanna saß an jedem zweiten Abend allein beim Wein, Wolfgang schlief bereits. Baden im Meer, er kam nur einmal mit ins Wasser. Er mochte das Salzwasser nicht. Sie, eine begeisterte Schwimmerin, ging in der zweiten Woche allein zum Strand. Er fuhr in sämtliche Museen der Stadt. Sie hatte schon nach zwei Tagen zu viele Tonkrüge gesehen. Beide sprachen beim Rückflug nur noch wenige Worte miteinander.
Drei Tage nach der Rückkehr hatte Hanna ihren Koffer ausgeräumt, die Wäsche lag im Schrank. Der Alltag fühlte sich leer an. Sie dachte an die Stunden zurück, die beide in den letzten Jahren verbracht hatten. Alles war harmonisch gewesen. Und jetzt? Vorbei? Zwei Wochen später entdeckte sie im Theaterspielplan Wolfgangs Lieblingsstück “Nathan der Weise”. Hanna ertappte sich bei dem Gedanken, zwei Karten kaufen zu wollen. Nur nicht nachgeben, der schreckliche Urlaub! Dann ging sie doch zur Theaterkasse, die beiden Karten brannten wie Feuer in ihrer Hand. Sollte sie ihn anrufen?
Am Sonntag, beim Kaffeetrinken, klingelte es. Es war sein Klingelzeichen, kurz und zweimal lang. Sollte sie öffnen? Ihr Stolz regte sich, zögernd stand sie hinter der verschlossenen Tür. Hanna öffnete vorsichtig, Wolfgangs Gesicht war durch einen großen Strauß roter Rosen, den er mit beiden Händen hielt, nicht zu sehen. Zögernd ließ sie ihn eintreten. Als die Rosen längst in der Bodenvase ihrer Großmutter standen, entdeckte sie auf dem Tisch ein kleines Päckchen. Sie öffnete es und hielt Theodor Storms Novelle “Späte Rosen” in den Händen. Ihr Lieblingsdichter!
Eine Woche später saßen Hanna und Wolfgang gemeinsam im Theater. Spät kehrten sie in ihre Wohnungen zurück, um für ein paar Tage eigene Wege zu gehen.
von anonym
Lisa fror, sie brauchte dringend Schal und Winterstiefel. Von einem Tag zum anderen hatte sie den Einkauf verschoben. Nicht, dass sie keine Zeit gehabt hätte. Seit sie arbeitslos war, hatte sie zu viel davon. Vor zwei Jahren konnte sie sich vor Überstunden nicht retten, es fehlte jede freie Minute. Nun fehlte das Geld. Bis zum Herbst hatten die meisten Kleidungsstücke noch gehalten. Aber nun musste es sein. Lisa würde selbstsicher und mit guter Laune die Straße hinuntergehen und sich auf dem Markt umsehen. Die beste Zeit war der Vormittag. Am Nachmittag kamen die vielen Leute, die noch Geld verdienten, mit der Bahn von der Arbeit. Lisa würde sich beeilen. Aber die Stiefel musste sie anprobieren!
Geschafft, sie hatte die Kleidungsstücke! Zu Hause schaute sie beides näher an: die Stiefel waren warm gefüttert, der Schal aus weichem Flies. Lisa würde niemandem erzählen, wo sie beides gekauft hatte. Wenn sie immer Sommer auch soviel Glück hatte, würde ihr Geld für den Telefonanschluss und das neue Bett reichen.
von anonym
Johanna lag entspannt in ihrem Liegestuhl auf der Terrasse. Dicht neben ihr rankte wie in jedem Jahr die Kapuzinerkresse die Wand herunter. Ihr Blick wanderte zu den großen Kübeln mit wunderschönen roten Rosen, die herrlich dufteten. Der wilde Wein schmückte die gegenüberliegende Seite und wucherte bis in die unteren Etagen. Die Mieter unter ihr freuten sich über die grüne Pracht. In den Balkonkästen wuchsen neben Geranien Männertreu und verschiedenfarbige Steingartengewächse. Zu Johannas Füßen stand eine Tonschale mit Hornveilchen, die sie besonders liebte. Sie blühten bis in den frühen Herbst in allen Farben. Besonders stolz schaute sie auf das lange Regal mit den Gartenkräutern. In kleinen Körben, Eimern und Schalen gedieh, was sie in der Küche brauchte. Die frühe Nachmittagssonne schien warm auf Johannas gebräunte Arme. Nur am Meer im warmen Sand würde sie sich wohler fühlen! Entspannt schlief sie ein. Das Klingeln an der Wohnungstür überhörte sie fast. Ruckartig stand sie auf, um sich die Jacke überzuziehen. Bernd musste sie wieder in das nahe Krankenhaus fahren. Johanna hoffte, dass die Strahlen den Krebs besiegen würden. Die Chemotherapie hatte es nicht geschafft.
von Natalie Laska
Lena packte erleichtert die Bücher in den Schulrucksack. Nach acht Stunden Unterricht war sie müde. Aber heute freute sie sich besonders auf den Heimweg. Der Vater würde, wie so oft am Donnerstag, auf sie warten. Was plante er heute? Tierpark, ein Eis essen, Radfahren? Oder einfach nur mit ihm spazieren und reden. Seit die Eltern getrennt lebten, blieben Lena nur wenige Stunden mit dem Vater. Sie rannte die letzten Schritte bis zum Bus, nur nicht zu spät kommen! An der Haltestelle in der Nähe ihrer Wohnung würde er auf sie warten. Der Bus hielt, sie stieg aus. Noch war er nicht zu sehen. Lena setzte sich auf eine Bank in der Nähe der Haltestelle. Hoffnungsvoll schaute sie auf ihr Handy, dass sie mit ihm zusammen zum Geburtstag gekauft hatte. Nichts! Wo war er? Sie versuchte, ihn anzurufen. Nur der Anrufbeantworter meldete sich. Geduldig wartete sie. Eine Stunde verging. Lena erinnerte sich an die schönen Tage, die sie mit ihm verbracht hatte. Aber wo war er jetzt? Der Rucksack wurde immer schwerer, als sie die Treppen heraufstieg. Warum hatte er sie diesmal vergessen? Lena wusste, dass sie nicht zum ersten Mal umsonst auf den Vater gewartet hatte.
von Natalie Laska
Es war in den letzten Tagen der Kirschblütenzeit, als mir auf dem Weg zu den „Gärten der Welt“ Karl das lang ersehnte Buch zurückgab: „ Zen und die Kunst des Bogenschießens“. Vor Freude, dieses Buch wieder in meinen Händen zu halten, vergaß ich meinen Pullover in der S-Bahn. Ich erinnere mich an eine unbegrünte Straße, voller Häuser, nicht zu hoch und sehr ähnlich, alles hell und sonnig. Sie führte zu diesem Erholungspark. Angekommen, bezahlten wir unser Eintrittgeld und betraten eine kleine andere Welt, die das fehlende Grün wieder wett machte. Schmale Wege führen zu Pavillons, zu einem See, zum Tor und den Mauern eines Gartenteils, der noch gestaltet wurde und neugierig machte auf das Dahinter. Wir sahen so schöne Blumen in Häusern, in denen ein fremdes Klima herrscht, erfüllt von unbekannten Düften. Über uns ein blauer Himmel, über kleinen Restaurants, auch über dem japanischen Garten mit den verschlungenen Wegen, die zu dem Platz führen über einen Steg, ein Wasserfall, dem wir zuhören konnten und ruhiger wurden. Der Sand vor der Bank, auf der wir saßen und schauten, war zu Wellenlinien geformt und überall Kirschbäume. Ein Mädchen warf etwas in die Äste und ließ sich berieseln von rosarotem sanften Schnee. Auf den Wegen sammelten sich in Windrosen die Blütenblätter zu kleinen Bergen, die sich beim nächsten sanften Windstoß wieder auflösten, in der Luft herumwirbelten und langsam zu Boden fielen. Rosarote Wege am Ende der Kirschblütenzeit.
von Anonym
Teure Fahrten*Teure Fahrten * Auf dem Bahnsteig der Berliner U-Bahn fiel mir sofort eine Familie meiner Landsleute aus Russland auf. An einem Fahrkartenautomaten stand gestikulierend der Familienvater, umringt von Frau und drei Kindern, und schimpfte aufgebracht auf Russisch: „Das ist doch nicht zu fassen! 11 Euro für eine einfache Fahrt! Diese Bahn … Alles Räuber!“ Als er merkte, dass ich die Sprache verstehe, wandte er sich zu mir: „Ich begreife nicht, wie man bei diesen Preisen in Deutschland über die Runden kommen kann.“ Eigentlich war ich über die Fahrkosten auch nicht besonders glücklich, aber so schlimm fand ich es auch wieder nicht. „Mir reicht’s irgendwie aus“, sagte ich ziemlich gelassen, was mein Gegenüber sofort auf Hundertachtzig brachte. „Dann verstehe ich überhaupt nichts mehr! Wir verfahren doch mehr, als im Monat in die Haushaltskasse kommt. Sparen schon an allen Ecken und Enden, kommen zu fünft für Essen und Kleidung mit 200 Euro im Monat aus. Wir laufen wie die Bettler in alten Klamotten herum, weil wir uns nichts Besseres leisten können. Und doch reicht es hinten und vorne nicht. Im vorigen Monat musste ich von gerade mal 1.200 Euro Einkommen die Hälfte, 600 Euro, allein für die Fahrkarten ausgeben. Und in diesem weiß ich überhaupt nicht, wie wir über die Runden kommen, weil wir noch öfter unterwegs sind. Halsabschnei-der sind das alles bei der Bahn, alles Banditen!“ Irgendwie kam mir die Geschichte merkwürdig vor, und ich fragte lächelnd mit etwas Skepsis in der Stimme: „Seit ihr Tag und Nacht unterwegs?“ „Das Übliche, du weißt schon. Zweimal im Monat zum Sozialamt, wo ich die ganze Familie dem Sachbearbeiter vorführen muss, sonst kriege ich kein Geld. Dann zum Arbeitsamt, zur Familienkasse, zur Krankenkasse, zum Wohnungsamt. Du kennst das ja, wie man hier von einem Beamten zum anderen gejagt wird. Jeden Tag hast du eine Strecke zurückzulegen. Jetzt sind wir unterwegs zum Bundesverwaltungsamt, wo uns endlich die nötigen Papiere ausgestellt werden sollen.“ „Dann lasst euch doch in einer Limousine kutschieren“, bemerkte ich witzelnd. „Das täten wir gern, aber wir armen Sünder sind auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen.“ „Wie kommt ihr eigentlich zu solchen Summen?“, wun-derte ich mich. „Rechne doch mal selbst nach: Mit der Straßenbahn bis zur U-Bahn – 2,10 Euro pro Ticket, also muss ich 11 Euro hinblättern. Dann mit der S-Bahn noch mal soviel. Dasselbe dann noch mal für die Fahrt mit dem Bus. Insgesamt 33 Mäuse nur in eine Richtung. Und dasselbe noch zurück …“ Jetzt erst ging mir ein Licht auf: In unserer alten Heimat, in Russland, wurde für jede einzelne Fahrt in jedem Verkehrsmittel, beim Einsteigen in den Bus, die Straßenbahn oder die U-Bahn – auch beim Umsteigen – ein neues Ticket gekauft. „Hat euch denn niemand erklärt, dass in Berlin eine Fahrkarte für alle Transportmittel gültig ist? Und das für ganze zwei Stunden.“ „Für zwei Stunden?“ Meine Worte trafen meinen Ge-sprächspartner wie ein Blitz. „Und die zwei Kleinsten dürfen überhaupt kostenlos fahren“, füge ich hinzu. „Kostenlos?“, wiederholte er mit blassen Lippen. „Und für jeden Erwachsenen ist eine Monatskarte mit Er-mäßigung für vierzig Euro zu kriegen“, holte ich meinen letzten Überraschungstrumpf heraus. „Für fünf Personen hätte euch der ganze Spaß gerade mal zweihundert im Monat gekostet.“ „Zweihundert Euro im Monat …“ Der Mann kam aus dem Staunen nicht heraus. „Vierhundert Euro Ersparnis …?“ Sein Gesicht hatte dabei solch einen gequälten Ausdruck angenommen, dass ich mich vorsichtshalber zwischen ihn und den einfahrenden Zug stellte. Zum Abschied schüttelte mir der Familienvater so kräftig die Hand, als ob ich ihm das Leben gerettet hätte. Alexander Reiser
Guten Appetit!
Ja, ich war auch eine schlechte Esserin, ebenso wie meine zweijährige Elli.
Kürzlich war ich wieder ganz verzweifelt. Meinen Kartoffelbrei wollte sie nicht und so entschied ich, einfach mal in die “Arche„ zu gehen, denn schließlich bekommt dort jeder ein warmes Mittagessen und in Gesellschaft isst es sich bekanntlich besser.
Am Eingang stand eine Gruppe Kinder im anfangenden Teenie-Alter. Ein Junge pöbelte mich an: “Wollen sie meine Freundin werden?„ “Oh ja, gerne!„ antwortete ich genervt und es ertönte schallendes Gelächter.
Es gab übrigens Paprikaschoten, die wirklich ziemlich gut geschmeckt haben, aber Elli hat nur ein paar Happen gegessen. “Was soll ich bloß machen, damit sie einigermaßen normal isst?„ fragte ich mich selbst und verließ die “Arche„. Beim Herausgehen musste ich mich wieder fragen lassen:
“Wollen sie meine Freundin werden?„. “Ja, immer noch (ihr kleinen Nervensägen)!„ Gelächter, was sonst!
Es war mir egal. Ich fing an, mit Elli zu meckern: “Elli, du musst was essen! Sonst wirst du nicht groß und stark!„ “Mama, ich will zu den Gag-Gag!„ war die einzige Antwort. Das sollte heißen, dass sie die Enten am Weiher hinter der Zerbster Straße besuchen will. Ich gab nach. Frische Luft tut gut und fördert den Appetit.
Dort angekommen trafen wir einen Mann im Rentenalter. Er trug einen prall gefüllten Dederon-Beutel und lächelte uns an. Ungefragt fing er an Elli zu tätscheln: “Ei, du bist aber süß!„ Elli wich zurück und ich sah ihn böse an. Beides störte ihn nicht. “Möchtest du auch die Enten füttern?„ fragte er und gab ihr eine trockene Scheibe Brot aus seinem Beutel. Die Naturschützerin in mir rebellierte. Wildtiere füttern - Das ist doch nicht gut! Die Mama in mir dachte sich jedoch: “Naja, die Kleine findet das sicher interessant und es ist ja nur eine Scheibe…” So gewann die Mama den Kampf und versuchte sogar dem älteren Herrn ein Lächeln zu schenken. Gemeinsam gingen wir zum Wasser.
Ein paar Momente habe ich nicht auf Elli geachtet bis ich plötzlich sah, dass sie fast eine halbe Stulle des alten Brotes aufgegessen hatte! “Elli, das kannst du doch nicht essen!„ rief ich fassungslos. “Na, die bekommt wohl nichts zu essen!„ schlussfolgerte der alte Mann und brach nicht anders als die Jugendlichen vor der “Arche„ in schallendes Gelächter aus.
von Janka Neumann

