Die Landvermesser fragen nach Deinen Geschichten aus Marzahn-Hellersdorf.

Ein Projekt der Galerie M, Marzahner Promenade 13, 12679 Berlin, www.galerie-mh.de, Bezirksamt Marzahn -Hellersdorf von Berlin

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Die Landvermesser fragen nach Deinen Geschichten aus Marzahn-Hellersdorf. Beim Landgang, dem zweiten Projekt von Landvermesser K und Humboldt Landvermesser wird ein Film aus den gesammelten Texten entstehen. Die Landvermesser fragen nach ungewöhnlichen, aufregenden, überraschenden, langweiligen, interessanten Begegnungen im öffentlichen Raum des Bezirks. Bitte schicke Deine Geschichten oder Fotos an die angegebene Emailadresse. Die Beiträge werden hier im Blog gesammelt und daraus wird ein Film.   Mehr Infos: http://landgang.tumblr.com/hilfe

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Und da laufe ich nun mit ihm an meiner Seite, entlang der Wuhle, vorbei  am Peaceberg auf dem wir einen romantischen Stop einlegen. Weiter an  unserer ehemaligen Schule, der Ernst-Haeckel OS vorbei an der wir  erfolgreich unser Abitur abgeschlossen haben. Angekommen in der  Marzahner Promenade - ein weiterer Stop!
Kann nicht genug kriegen von  seinen Küssen, seinen Berührungen und seinem Parfum. Unsere Profile  erscheinen im hellen Sommerlicht durch einen Kirschblütenbaum.Vor  Liebesglück - getroffen in Marzahn-Hellersdorf - könnte ich die ganze  Welt umarmen. Glückseligkeit steht in unseren Gesichtern geschrieben und  das in einem von Vorurteilen geprägten Bezirk. Whatever… Und so  verbinde ich nicht nur meine Vergangenheit mit Marzahn-Hellersdorf, denn  ich kann auch erwartungsvoll der Zukunft entgegenblicken.
Melanie Mende

Und da laufe ich nun mit ihm an meiner Seite, entlang der Wuhle, vorbei am Peaceberg auf dem wir einen romantischen Stop einlegen. Weiter an unserer ehemaligen Schule, der Ernst-Haeckel OS vorbei an der wir erfolgreich unser Abitur abgeschlossen haben. Angekommen in der Marzahner Promenade - ein weiterer Stop!

Kann nicht genug kriegen von seinen Küssen, seinen Berührungen und seinem Parfum. Unsere Profile erscheinen im hellen Sommerlicht durch einen Kirschblütenbaum.Vor Liebesglück - getroffen in Marzahn-Hellersdorf - könnte ich die ganze Welt umarmen. Glückseligkeit steht in unseren Gesichtern geschrieben und das in einem von Vorurteilen geprägten Bezirk. Whatever… Und so verbinde ich nicht nur meine Vergangenheit mit Marzahn-Hellersdorf, denn ich kann auch erwartungsvoll der Zukunft entgegenblicken.

Melanie Mende

 04.05.2010

Begegnung

Ich gehe durch die Straßen, der Wind bläst mir ins Gesicht. Gestern war ein schöner sonniger Tag, heute ist es kalt und ungemütlich. Ich will schnell nach Hause in mein warmes Zimmer.
Da kommt mir eine kleine Katze entgegen. Sie schmiegt sich an meine Beine, sucht Wärme und Geborgenheit. Als ich mich zu ihr beuge und sie streichle, schnurrt sie zufrieden. Weit und breit ist niemand zu sehen. Ist die kleine Katze auch so einsam und allein, wie ich es bin? Ich nehme sie mit nach Hause. Morgen werde ich Zettel an die Bäume heften. „ Wer vermisst eine kleine schwarze Katze?“
Hoffentlich meldet sich keiner.

Marianne Marquardt
Schreibwerkstatt Marzahn im Griff(el)

Guten Appetit!

Ja, ich war auch eine schlechte Esserin, ebenso wie meine zweijährige Elli.

Kürzlich war ich wieder ganz verzweifelt. Meinen Kartoffelbrei wollte sie nicht und so entschied ich, einfach mal in die “Arche„ zu gehen, denn schließlich bekommt dort jeder ein warmes Mittagessen und in Gesellschaft isst es sich bekanntlich besser.

Am Eingang stand eine Gruppe Kinder im anfangenden Teenie-Alter. Ein Junge pöbelte mich an: “Wollen sie meine Freundin werden?„ “Oh ja, gerne!„ antwortete ich genervt und es ertönte schallendes Gelächter.

Es gab übrigens Paprikaschoten, die wirklich ziemlich gut geschmeckt haben, aber Elli hat nur ein paar Happen gegessen. “Was soll ich bloß machen, damit sie einigermaßen normal isst?„ fragte ich mich selbst und verließ die “Arche„. Beim Herausgehen musste ich mich wieder fragen lassen:
“Wollen sie meine Freundin werden?„. “Ja, immer noch (ihr kleinen Nervensägen)!„ Gelächter, was sonst!

Es war mir egal. Ich fing an, mit Elli zu meckern: “Elli, du musst was essen! Sonst wirst du nicht groß und stark!„ “Mama, ich will zu den Gag-Gag!„ war die einzige Antwort. Das sollte heißen, dass sie die Enten am Weiher hinter der Zerbster Straße besuchen will. Ich gab nach. Frische Luft tut gut und fördert den Appetit.

Dort angekommen trafen wir einen Mann im Rentenalter. Er trug einen prall gefüllten Dederon-Beutel und lächelte uns an. Ungefragt fing er an Elli zu tätscheln: “Ei, du bist aber süß!„ Elli wich zurück und ich sah ihn böse an. Beides störte ihn nicht. “Möchtest du auch die Enten füttern?„ fragte er und gab ihr eine trockene Scheibe Brot aus seinem Beutel. Die Naturschützerin in mir rebellierte. Wildtiere füttern - Das ist doch nicht gut! Die Mama in mir dachte sich jedoch: “Naja, die Kleine findet das sicher interessant und es ist ja nur eine Scheibe…” So gewann die Mama den Kampf und versuchte sogar dem älteren Herrn ein Lächeln zu schenken. Gemeinsam gingen wir zum Wasser.

Ein paar Momente habe ich nicht auf Elli geachtet bis ich plötzlich sah, dass sie fast eine halbe Stulle des alten Brotes aufgegessen hatte! “Elli, das kannst du doch nicht essen!„ rief ich fassungslos. “Na, die bekommt wohl nichts zu essen!„ schlussfolgerte der alte Mann und brach nicht anders als die Jugendlichen vor der “Arche„ in schallendes Gelächter aus.

von Janka Neumann